»Am frühen Abend, wenn das Licht
Rouge auflegt, ein leichter Wein
und frischgepflückte Aprikosen
Den Ozean betrachten, schlicht
genießen, endlich fähig sein,
aller Ängste und Neurosen
wie welke Nelken hinter sich
zu lassen. Etwas ist geschafft,
immerhin, ein wenig, nicht
genug, das nie. Kein Königreich.
Was kommt, ist kalt und skizzenhaft,
wie hingetuscht, amorph und weich.
—Krausser, Helmut: Auf weißen Wüsten - Die besten Gedichte, 2009, Lucherhand Literaturverlag, München.
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